Transparent statt Blackbox. Hier erklären wir, welche Annahmen hinter den Ergebnissen stecken — und wo die Grenzen sind.
Der Eigenverbrauchsanteil ist der wichtigste Faktor für die Rentabilität: Wie viel Prozent deines Solarstroms nutzt du selbst, statt ihn ins Netz einzuspeisen? Jede selbst verbrauchte Kilowattstunde spart dir den vollen Strompreis — eingespeister Strom bringt nur die Einspeisevergütung.
Unser Modell berechnet den Eigenverbrauch basierend auf dem Verhältnis von Anlagengröße zu Jahresverbrauch. Je größer die Anlage relativ zum Verbrauch, desto geringer der Eigenverbrauchsanteil — weil mehr überschüssiger Strom ins Netz fließt.
Ein Batteriespeicher erhöht den Eigenverbrauch deutlich: Überschüssiger Solarstrom vom Mittag wird gespeichert und abends oder nachts genutzt, statt aus dem Netz zu kommen.
Aber: Mehr Speicher hilft nicht unbegrenzt. Ab einer gewissen Größe ist der Speicher im Sommer voll und im Winter reicht die Sonne nicht zum Laden. Typisch bringt der Sprung von 0 auf 5 kWh deutlich mehr als von 10 auf 15 kWh.
Beides erhöht deinen Stromverbrauch — und damit auch die Menge Solarstrom, die du selbst nutzen kannst. Eine Wärmepumpe verbraucht ca. 3.500 kWh/Jahr, ein E-Auto je nach Fahrleistung 1.800–3.600 kWh/Jahr.
Das verbessert den Eigenverbrauchsanteil, weil weniger Strom übrig bleibt der eingespeist werden muss. Gleichzeitig sinkt die Autarkie-Quote nicht, weil mehr vom eigenen Dach kommt statt aus dem Netz.
Bei aktiver Wärmepumpe zeigen wir zum Vergleich, was eine Gas- oder Ölheizung über 25 Jahre kosten würde — für die gleiche Wärmemenge.
Die Investitionskosten werden automatisch geschätzt, können aber manuell angepasst werden. Unsere Richtwerte:
Wie viel Strom eine PV-Anlage produziert, hängt stark vom Standort ab. In Süddeutschland sind über 1.100 kWh pro kWp möglich, an der Nordseeküste eher 950–1.000. Der Unterschied kann 10–15 % ausmachen.
Wenn du deine Postleitzahl eingibst, rufen wir Ertragsdaten vom PVGIS ab — dem Solarrechner der Europäischen Kommission. PVGIS simuliert den Ertrag basierend auf langjährigen Wetterdaten, optimaler Dachneigung und 14 % Systemverlusten.
Die Amortisationsrechnung zeigt, ab wann sich die Investition durch eingesparten Strom und Einspeisevergütung rechnet. Wir rechnen mit drei Szenarien für die zukünftige Strompreisentwicklung:
Das Eigenverbrauchsmodell ist kalibriert an Simulationsdaten der HTW Berlin (Forschungsgruppe Quaschning/Weniger). Grundlage sind über 25.000 simulierte Anlagenkonfigurationen in 1-Minuten-Auflösung mit dem VDI 4655 Standard-Lastprofil für Einfamilienhäuser.